BildMuenchen 16.07.2014
Bild München | 23. Juli 2014

Feste dritte Zähne an einem Tag – Bild

Wegen einer rätselhaften Krankheit verlor Marion Mielcarek schon mit 32 alle Zähne. Für die junge Frau eine Katastrophe. Mit herkömmlichen Prohtesen wurde sie nicht glücklich. Doch eine moderne Technik mit schräg eingepflanzten Implantaten schenkte ihr wunderschöne Zähne und neue Lebensfreude.
Heute kann Marion Mielcarek wieder strahlend lächeln. Perfekte und festsitzende dritte Zähne lassen sie die Qualen der vergangenen Jahre vergessen.
Wie das möglich ist? Marion Mielcarek entdeckte im Internet ein Video der Münchner Zahnklinik Bolz-Wachtel. Hier erklärte Zahnarzt Prof. Hannes Wachtel, wie er festsitzenden Zahnersatz mit Hilfe von vier Implantaten im Kiefer seiner Patienten verankert. Und das innerhalb eines Tages: „Morgens operieren wir, mittags setzen wir die Zähne ein und abends kann der Patient schon wieder essen.“
Zusammen mit seinem Kollegen Dr. Wolfgang Bolz hat er die Methode „Feste dritte Zähne an einem Tag“ so weiterentwickelt, dass ein aufwändiger und über viele Monate andauernder Knochenaufbau hinfällig wird und die eingesetzten Implantate nach der Operation sofort belastbar sind. Marion zögerte keine Sekunde. Bei der Voruntersuchung machte Prof. Wachtel Fotos, Röntgenbilder und eine Computer-Tomografie. Danach nahm ein Zahntechnikermeister Abdrücke, um die neuen Prothesen maßzufertigen.
Als die neuen Zähne fertig waren, operierte Prof. Wachtel seine Patientin unter Vollnarkose: „Die seitlichen Implantate verankern wir schräg im Oberkiefer. Dadurch erhalten sie eine besonders hohe Stabilität und sind sofort belastbar. Auf diese Weise ersparen wir den Patienten einen jahrelangen und mühsamen Knochenaufbau. Auf die Titanwurzeln schraubte Prof. Wachtel dann die festen neuen Zähne. Der Implantatspezialist: „Bei unserer Patientin Marion war es höchste Zeit. Denn durch die schlechten Zähne und die vielen Entzündungen können gefährliche Bakterien ins Blut geraten und die anderen Organe angreifen. Außerdem baut sich unter den herausnehmbaren Prothesen der Kieferknochen ab und bildet sich zurück. Je länger man hier wartet, desto schwerer wird es, Implantate einzusetzen.“
Als Marion Mielcarek nach dem fünfstündigen Eingriff in einen Spiegel blickte, liefen ihre ein paar Tränen über das hübsche Gesicht. Es waren Tränen des Glücks. Die Implantate kosten pro Kiefer 15.000 Euro – viel Geld, das jedoch gut und sinnvoll in die eigene Gesundheit investiert wird.


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